KI-Antworten zeigen immer mehr Quellen – aber oft kaum Klicks. In meinem SEO-Monatsrückblick November 2025 erfährst Du, was das für Local SEO, Dein Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und „near me / in der Nähe“-Rankings bedeutet – plus konkrete To-dos, die Du sofort umsetzen kannst. Jetzt lesen & lokale Sichtbarkeit absichern.
Der SEO-Monatsrückblick November 2025 steht wieder ganz im Zeichen von KI in der Suche und der Frage, was das für Dich als lokal arbeitendes Unternehmen wirklich verändert. Denn während ChatGPT und Google AI Overviews immer häufiger Antworten direkt ausspielen, bleibt für viele Betriebe entscheidend, dass sie bei Google vor Ort gefunden werden: über das Google-Unternehmensprofil (Google Business Profile), über lokale Suchanfragen, über Bewertungen und über klare Standort-Signale in Google Maps.
In diesem Rückblick ordne ich vier Entwicklungen ein, die Du gerade nicht ignorieren solltest: extrem niedrige Klickraten auf Links in KI-Antworten, wann Google AI Overviews typischerweise erscheinen (und wann nicht), wie Du überhaupt eher als Quelle genannt wirst – und welche Faktoren bei „… in der Nähe“ tatsächlich in die Top-Ergebnisse einzahlen.
Wenn Du dabei möglichst effizient an Deiner lokalen Auffindbarkeit arbeiten willst, ist mein Listing-Tool Local Boost ein echter Hebel: Du bringst Deine Unternehmensdaten konsistent in viele relevante Verzeichnisse, schützt Einträge vor Manipulation durch Wettbewerber und kannst Bewertungen zentral managen, damit Google (und andere Systeme) überall dieselben, korrekten Signale zu Deinem Standort und Angebot finden. So stärkst Du Deinen lokalen Funnel unabhängig davon, ob KI-Links am Ende geklickt werden oder nicht.
Inhalt
• ChatGPT zeigt viele Links – aber kaum jemand klickt
• Wann Google AI Overviews zeigt und wann eher nicht
• So wirst Du in ChatGPT häufiger als Quelle genannt
• „Near me“ 2025: Diese Faktoren zählen wirklich
ChatGPT zeigt viele Links – aber kaum jemand klickt
Ein geleaktes Datendokument zeigt: ChatGPT blendet Publisher-Links zwar sehr häufig ein, aber die Klickrate ist oft extrem niedrig. Viele Links liegen bei 0 %. In einem Beispiel standen 610.775 Einblendungen nur 4.238 Klicks gegenüber (das sind rund 0,69 %). Auffällig: Verlinkungen im Haupttext werden am meisten gesehen, aber am seltensten geklickt. In anderen Bereichen wie Sidebar/Zitate sind die Klickraten höher. Fazit: Sichtbarkeit in ChatGPT ersetzt den klassischen Google-Traffic aktuell nicht.
Das bedeutet:
Selbst wenn Deine Website in KI-Antworten auftaucht, kommt daraus oft wenig messbarer Website-Traffic. Für die Auffindbarkeit in lokalen Suchergebnissen bei Google heißt das: Verlasse Dich weiterhin auf Dein Google-Unternehmensprofil, lokale Suchanfragen und Bewertungen, statt „KI-Sichtbarkeit“ als Traffic-Quelle zu überschätzen. Gleichzeitig kann eine Nennung in KI-Antworten trotzdem Vertrauen aufbauen, eher als Marken-/Experten-Effekt als als Lead-Maschine. Wer KI als Kanal nutzen will, sollte daher stärker auf Messbarkeit und Conversion-Pfade achten (Kontakt, Termin, Rückruf) statt ausschließlich auf Klickzahlen.
Was Du tun kannst:
- KI-Traffic sauber messen: Richte in Deinem Analyse-Tool (Google Analytics oder Matomo) einen Kanal für „ChatGPT / OpenAI Referrals“ ein und prüfe monatlich Klicks, Verweildauer und Kontaktabschlüsse (nicht nur Besuche).
- Optimiere auf „Kontakt ohne Umwege“: Platziere auf Ratgeberseiten gut sichtbar Telefon, Rückruf, Termin buchen und Standort (oben + unten), damit wenige Klicks trotzdem zu Anfragen führen.
- Baue Deine lokale Autorität aus: Erstelle 3 – 5 kurze lokale Seiten/Abschnitte wie „Kfz-Versicherung in [Stadt]“, „BU-Beratung in [Region]“, „PKV für Selbstständige in [Stadtteil]“ mit klaren Beispielen, Ablauf der Beratung und FAQs.
- Mache Deine Inhalte „zitierfähig“: Schreibe wichtige Aussagen als kurze, klare Antwortblöcke (z. B. „Was kostet …?“, „Welche Unterlagen brauche ich?“) und ergänze Quellen/Standards (ohne Werbesprache), damit KI-Systeme eher daraus zitieren.
- Google-Local-Funnel stärken: Jede Woche 1 – 2 neue Bewertungen anstoßen, Leistungen/Produkte im Google-Unternehmensprofil pflegen und 2x pro Monat ein lokales Update posten (z. B. „Sturmschäden in [Stadt]: So melden Sie richtig“). Das bringt erfahrungsgemäß stabilere lokale Nachfrage als KI-Links.
Quelle: https://searchengineland.com/chatgpt-links-0-ctr-464718
Wann Google AI Overviews zeigt und wann eher nicht
Ahrefs hat 146 Mio. Google-Suchergebnisse (Desktop, September 2025) ausgewertet und geprüft, bei welchen Suchanfragen „AI Overviews“ eingeblendet werden. Im Schnitt erscheinen AI Overviews bei rund 21 % der Keywords. Besonders häufig passieren sie bei Fragen (ca. 57,9 %) und langen Suchanfragen (ab 7 Wörtern, ca. 46,4 %). Deutlich seltener sind sie bei lokalen Suchen (nur 7,9 %).
Was das bedeutet:
Viele Info-Fragen („Was ist…?“, „Wie funktioniert…?“, „Welche Versicherung brauche ich bei…?“) werden häufiger direkt von Google beantwortet, wodurch weniger Klicks auf Deine Website entstehen können. Für die Auffindbarkeit bei Google vor Ort heißt das aber auch: klassische lokale Suchanfragen („Versicherungsmakler in [Stadt]“, „… in meiner Nähe“) sind aktuell vergleichsweise weniger von AI Overviews betroffen. Gleichzeitig sind Themen aus dem „Geld/Leben“-Bereich (YMYL) insgesamt öfter betroffen: Bei Finanzthemen liegt die AIO-Rate in der Studie bei 22,9 %.
Was du tun kannst:
- Keyword-Liste in zwei Kategorien trennen: „Lokal/Termin/Anbieter“ vs. „Fragen & Ratgeber“ und notieren, wo AI Overviews auftauchen (manuell testen oder mit Tools).
- Fragen-Content bewusst und conversion-nah ausbauen: Seiten oder Abschnitte wie „BU – in 3 Minuten erklärt“, „Unterschied Haftpflicht vs. Hausrat“, „Checkliste Beratung“ inkl. klarer Kurzantworten + nächster Schritt („Beratung anfragen“).
- Lokale Suchseiten stärken: Pro Kernleistung eine Standortseite („Berufsunfähigkeit in [Stadt]“, „PKV-Beratung [Stadt]“) plus echte lokale Signale (Anfahrt, Einzugsgebiet, Fallbeispiele).
- Vertrauen sichtbar machen (besonders wichtig bei Finanz- und Gesundheitsthemen): Autorennennung, Verantwortlicher mit Qualifikation, Aktualisierungsdatum, transparente Beratungslogik (für wen geeignet/nicht geeignet), verständliche Beispiele, damit Google Dich als zitierfähige Quelle einordnet.
- Marke & Wiedererkennung erhöhen: Weil AI Overviews bei nicht-markenbezogenen Suchen häufiger sind, lohnt es sich, Deine Marke lokal bekannter zu machen (Bewertungen, lokale Partnerschaften, Presse/Events), damit mehr Menschen direkt nach Dir suchen.
So wirst Du in ChatGPT häufiger als Quelle genannt
Ahrefs hat die 1.000 am häufigsten von ChatGPT zitierten Seiten (Stand: September 2025) analysiert. Dabei zeigt sich: Rund 67 % dieser Zitate stammen aus Seiten, die Unternehmen kaum beeinflussen können (z. B. Wikipedia, Startseiten, App-Stores). Außerdem haben 28 % der zitierten Seiten keine messbare Google-Sichtbarkeit. ChatGPT zitiert also nicht nur „Top-Rankings“. Und: Aktualität spielt eine große Rolle, viele häufig zitierte Seiten wurden sehr kürzlich überarbeitet.
Was das bedeutet:
Allein „bei Google besser ranken“ reicht nicht, wenn Du auch in KI-Antworten auftauchen möchtest. Weil nur ca. ein Drittel der häufig zitierten Quellen realistisch beeinflussbar ist, lohnt sich der Fokus auf Formate wie Ratgeber/Erklärseiten, Tests/Reviews und lokale Medienberichte. Für die Auffindbarkeit bei Google vor Ort heißt das: Deine Website sollte vertrauenswürdig wirken (starke Domain, saubere Inhalte), aber Du brauchst zusätzlich frische, konkrete Inhalte, die typische Kundenfragen in Deiner Region klar beantworten.
Was du tun kannst:
- Erstelle 5 – 10 „Erklärseiten“ zu Top-Fragen (z. B. „Berufsunfähigkeit für Pflegekräfte in [Stadt]“, „Wohngebäude: Elementarschäden in [Region]“) und beantworte diese vollständig, mit Beispielen und klaren Kriterien.
- Aktualisiere Deine wichtigsten Ratgeber regelmäßig (mind. quartalsweise) und ergänze neue Zahlen/Regelungen/Checklisten. Aktualität erhöht die Chance, als Quelle genutzt zu werden.
- Sammle Sie echte Bewertungen und Erfahrungsberichte (Google Business Profile + Website) und mache daraus eine eigene „Kundenstimmen“-Seite mit Themen-Clustern (Schadenhilfe, BU-Beratung, Gewerbe).
- Ziele auf Erwähnungen in „beeinflussbaren“ Quellen ab: lokale Presse/Online-Magazine, regionale Branchenportale, Vereine/Verbände mit kurzen, zitierfähigen Statements und Daten aus Deiner Praxis (z. B. häufige Schadenursachen in der Region).
- Messe Deine „KI-Sichtbarkeit“ zusätzlich zu Google: Prüfe monatlich, ob Deine Marke/Seiten in ChatGPT & Co. als Quelle auftauchen (z. B. über ein Monitoring wie „Cited pages“) und leite daraus neue Ratgeber-Themen ab.
„Near me“ 2025: Diese Faktoren zählen wirklich
Eine Analyse von 8.186 Google-Maps-Ergebnissen zeigt, was Unternehmen häufiger in die Top-3 bei „… near me“ (deutsch: „… in der Nähe“) bringt. Entscheidend sind vor allem ein sichtbarer Standort (Adresse), ein stabil guter Bewertungsdurchschnitt und vor allem regelmäßig neue Bewertungen. Außerdem helfen Bewertungen mit Text und eine Landingpage, die Dein Angebot klar und ausführlich erklärt (ohne „Fülltext“). Fotos können je nach Branche unterstützen, sind aber nicht immer der Hebel.
Was das bedeutet:
Wenn Du bei Google/Maps bei Suchen wie „Versicherungsmakler in meiner Nähe“ auftauchen willst, braucht Google klare Standort-Signale. Eine reale, nachvollziehbare Adresse wirkt dabei oft stärker als ein reines „Servicegebiet“. Für die Auffindbarkeit bei Google vor Ort heißt das außerdem: Nicht die Gesamtzahl Deiner Bewertungen ist der wichtigste Treiber, sondern ob monatlich neue (idealerweise textliche) Bewertungen dazukommen. Und: Deine Website/Profil-Landingpage muss Dein Leistungsangebot verständlich und konkret beschreiben, damit Google und Nutzer sofort erkennen, wofür Du stehst.
Was Du tun kannst:
- Adresse prüfen & konsistent zeigen: Wenn Du ein echtes Büro hast, stelle sicher, dass Adresse und Pin im Google Unternehmensprofil korrekt sichtbar sind (und identisch auf Website/Impressum/Kontaktseite).
- Bewertungs-Routine einführen (monatlich): Plane pro Monat ein realistisches Ziel (z. B. 5 – 10 neue Bewertungen) und kopple die Anfrage an Beratungstermine oder Vertragsabschlüsse.
- Text-Bewertungen aktiv fördern: Bitte Kunden nicht nur um Sterne, sondern um 1 – 2 Sätze, wobei Du geholfen hast (z. B. „BU-Beratung“, „Kfz-Schadenfall“, „Privathaftpflicht-Vergleich“). Text hilft Google besser zu verstehen, wofür Du relevant bist.
- Landingpage „Makler vor Ort“ ausbauen: Ergänze auf der wichtigsten Profil-Zielseite konkrete Leistungen, Zielgruppen und typische Fälle (z. B. „Familien“, „Selbstständige“, „Hauskauf“) plus klaren Ortsbezug (Stadt/Region, Anfahrt, Terminablauf).
- Foto-Set standardisieren: Lade professionelle, echte Fotos hoch (Büro außen/innen, Team, Besprechungsraum, ggf. Schild/Standort) und aktualisiere gelegentlich. Das kann die Interaktion verbessern und wirkt seriös.
Quelle: https://www.sterlingsky.ca/what-gets-you-ranking-for-near-me-2025/

Anke Speringer
Online-Marketing-Expertin
Seit 2010 beschäftige ich mich mit Online-Marketing und unterstütze kleine und mittelständische Unternehmen dabei, online besser gefunden zu werden.
Meine Spezialisierung: SEO, Local SEO, Content-Marketing und Marketingstrategie
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